SEEGER
Badische Bergstraße Die Römer brachten den Weinbau vor 2000 Jahren an die „strata montana“, die Bergstraße. Sie pflanzten die ersten Reben an die sonnenbeschienene Westflanke des Odenwaldes, die sich von Darmstadt im Norden bis nach Wiesloch im Süden zieht. Urkundlich wird der Bergsträßer Weinbau erstmals im 8.Jahrundert von der Mönchen des Klosters Lorsch in ihrem Besitzstandsverzeichnis, dem berühmten „Codex Laureshamensis“ erwähnt. 1971 wurde das Weinbaugebiet Bergstraße geteilt – in das selbstständige Weinbaugebiet Hessische Bergstraße von Darmstadt bis Heppenheim und in die Badische Bergstraße, die bis 1996 mit dem Kraichgau vereint war und heute mit einer Anbaufläche von knapp 400 Hektar die kleinste Weinregion Badens ist. Die Bergstraße ist der Frühlingsgarten Deutschlands. Hier blühen die Mandeln, die Kirschen und die Äpfel am frühesten, die sanften Hügel des Odenwaldes schützen die Bergstraße vor rauen Nord- und Ostwinden. Die Vegetationszeit ist lange, der goldene Oktober sprichwörtlich. Ideale Bedingungen für den Weinbau.
 
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