SEEGER
Blauer Spätburgunder Mit dem Riesling stellt der Blaue Spätburgunder die Leitsorte an der Badischen Bergstrasse dar. Nach der Reblauskatastrophe gegen Ende des vorletzten Jahrhunderts war es der Weinbaupionier Georg Seeger, der als erster wieder Spätburgunder-Weinberge auf Leimener und Heidelberger Gemarkungen pflanzte.In der großen Rotweinwelt nennt man diese Rebsorte „Pinot Noir“, in Deutschland ist dies Bezeichnung mittlerweile ebenfalls erlaubt; wir bleiben bei „Blauer Spätburgunder“, der klassischen Bezeichnung. Heute haben wir durch unsere Klein- und Kleinstweinberge unterschiedliche Terroirs, so dass wir die Weine auch separat ausbauen und abfüllen. Obwohl Anbau und Ausbau dieser Rebsorte arbeitsintensiv und schwierig ist, ist sie doch unser erklärtes Lieblingskind. Die Gutsweine werden im großen Holzfass und gebrauchten Barriquefässern ausgebaut und lagern darin rund ein Jahr bis zu ihrer Füllung. Die höheren Qualitäten, die aufsteigend mit „S“, „R“ und „RR“ bezeichnet werden, reifen in kleinen Eichenholzfässer (Barriques) aus französischer, feinporiger Eiche. Sie lagern 18 bis 20 Monate in ihnen, bevor sie abgefüllt werden. Mit diesen Weinen konnten wir bisher mehrfach den Deutschen Rotweinpreis gewinnen oder einen der vorderen Plätze belegen. So zuletzt im Jahr 2007 in der Königsklasse der Spätburgunder. Sie begründen auch unseren Ruf als einer der besten deutschen Rotweinerzeuger. Lemberger und Schwarzriesling Der Lemberger, in Österreich als Blaufränkisch bekannt, erreicht an der Badischen Bergstrasse faszinierende Qualitäten – eine tolle Fruchtigkeit bei gleichzeitig erstaunlichem Tanningerüst. Wir bieten ihn als Gutswein ausgebaut im großen Holzfass und gebrauchten Barriquefässern an; diese Basisqualität bietet schon viel Trinkfreude.Die ausschließlich im Barrique liegenden „S“- und „R“-Qualitäten des Lembergers gehören zum Besten, was diese klassische Rebsorte zu leisten vermag.Der Schwarzriesling oder die Müllerrebe, internationale Bezeichnung „Pinot Meunier“, wächst in der Spitzenlage des Weinguts „Gewann Spermen“, wo jedes Jahr mindestens die „S“-Qualität erreicht, wenn nicht sogar noch als „R“ übertroffen wird. Beide Weine faszinieren durch ihre Frucht, sind konzentriert und klar. Cuvées Vor beinahe zwanzig Jahren vermählte Thomas Seeger zum ersten Mal die wichtigsten Rotweinsorten des Weinguts zu einer Cuvée und gab ihr den Namen seiner Großmutter AnnA. Fast zwei Jahre reifen die einzelnen Sorten in den kleinen Holzfässern, bevor sie kurz vor der Füllung zusammengelegt werden. AnnA läuft keinem Trend hinterher, sondern ist der Ursprung hochwertiger roter Cuvées in Deutschland.Vor einigen Jahren kam die internationaler geprägte Cuvée NaaN hinzu, die mittlerweile zum Geheimtipp des Weinguts geworden ist. Sie besteht aus zwei Rebsorten, während AnnA aus vier Sorten entsteht. Die verschiedenen Charaktere der einzelnen Sorten treffen sich im Glas in ausbalancierter Harmonie.Mit der weißen Cuvée „GeorG“ aus den Burgundersorten bekam „AnnA“ einen Bruder. Die Rebsorten dieser weißen Cuvée werden ebenfalls im Barrique ausgebaut, lagern jedoch nur bis zu 12 Monate in den kleinen Eichenholzfässern. Benannt wurde sie nach dem Gründer des Gutsausschanks „Jägerlust“, Georg Seeger. Er integrierte 1895 die Jägerlust in das Weingut, in dessen Kellern noch heute die Seeger-Weine reifen.
  
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